Krampfadern entfernen artemed fachklinik münchen

Krampfadern

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Krampfadern entfernen - Wie werde ich sie schnell und schonend los?

Die Artemed Fachklinik München ist auf die schonende, präzise und ästhetische Entfernung von Krampfadern spezialisiert. Unser Ärzteteam verfügt über einen langjährigen Erfahrungsschatz in der Behandlung von Krampfadern – egal, ob es sich um einfache, schwerwiegende oder Rezidiv-Erkrankungen handelt. Ihre individuell optimale Therapie wird stets im persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt erörtert. Auf dieser Seite erwartet Sie ein Überblick über die Entstehung von Krampfadern, die unterschiedlichen Behandlungsmethoden – von Operation über Radiofrequenztechnik bis zur Therapie mit dem Laser und Kleber-Verfahren –, um Krampfadern zu entfernen und Antworten unseres Ärzteteams auf oft gestellte Fragen.

Krampfadern – Krankheitsbild und medizinische Entstehung

Krampfadern, auch Varikosis oder Varizen genannt, sind Erweiterungen im oberflächlichen Venensystem. Über 90 Prozent der Krampfadern betreffen die Venen in den Beinen. In Erscheinung treten sie als rötlich bis bläuliche Schlängelungen unter der Haut. Über die Hälfte aller Deutschen leiden darunter – Frauen sogar häufiger als Männer. Zu meist werden Krampfadern im Alter von 30 bis 40 Jahren entdeckt.

Krampfadern entstehen oft über eine angeborene oder altersbedingte Schwäche der Venenwände und/oder der Venenklappen. Daneben gelten Bewegungsmangel, falsche Ernährungsgewohnheiten und hormonelle Einflüsse als Auslöser für Krampfadern. In vielen Fällen handelt es sich um sehr feine, oberflächliche Krampfadern, die sogenannten Besenreiser, welche eher ein ästhetisches bzw. kosmetisches, als ein medizinisches Problem sind. Doch bleiben Krampfadern im fortgeschrittenen Fall unbehandelt, können Symptome wie Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) oder Hautgeschwüre (Ulcus) entstehen und Beschwerden verursachen.

Grundsätzlich werden verschiedene Formen von Krampfadern unterschieden – abhängig von Lage und Form:

  • Stammvenen- und Seitenast-Varizen: Bei dieser Art von Krampfadern sind die mittelgroßen und großen Venen in den Beinen betroffen. Diese Form der Krampfadern tritt am häufigsten auf, zumeist an der Ober- und Unterschenkel-Innenseite.
  • Perforans-Varizen: Die oberflächlichen Beinvenen sind mit den tiefen Beinvenen verbunden. Dehnen sich diese Verbindungsvenen aus, entstehen Perforans-Varizen.

Behandlungsmöglichkeiten von Krampfadern

Müssen die Krampfadern entfernt werden, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Wahl. Welche Behandlung ist für Sie die richtige? In der Artemed Fachklinik München entscheidet der Arzt gemeinsam mit dem Patienten, welche Methode für ihn die sinnvollste ist. Die Entscheidung hängt grundsätzlich vom Schweregrad und der Art der Erkrankung genauso wie von Begleiterkrankungen und Beschwerden ab. Neben der klassischen Krampfader-Operation, sind Therapien mit Radiowellen sowie das Klebe-Verfahren eine gute Wahl. Kleinere Krampfadern bzw. Besenreiser können verödet werden. Die Methoden im Überblick:

  • Operative Methoden
  • Radiofrequenztherapie
  • Klebe-Verfahren

Krampfadern entfernen mit operativen Methoden

Die klassische Methode um Krampfadern dauerhaft und komplett zu entfernen, ist die Venenoperation. Eine Operation ist besonders dann zu empfehlen, wenn schwere Krampfader-Erkrankungen der Stammvenen vorliegen und/oder sich Komplikationen bzw. Beschwerden wie ein „offenes Bein“, starke Schmerzen oder Entzündungen ankündigen. In der Artemed Fachklinik München wird das komplette Spektrum moderner Operationsmethoden bei Venenleiden vorgehalten, dazu zählen die Krossektomie, die Stripping-Methode sowie die Phlebektomie.

Bei der Krossektomie wird der Venenstern (Krosse) chirurgisch entfernt bzw. durchtrennt und die Stammvene am Übergang vom oberflächlichen in das tiefe Venensystem unterbunden. Im Anschluss erfolgt in der Regel das Stripping bzw. das Teil-Stripping, so dass nur der krankhaft veränderte Venenteil aus dem Bein gezogen werden muss. An der Artemed Fachklinik München wurde im Rahmen der Krossektomie erfolgreich ein Verfahren etabliert, um die Rate wiederkehrender Krampfadern zu reduzieren. Dabei wird der Venenstumpf komplett entfernt und mit einer speziellen, fortlaufenden Nahttechnik, der „Femoralisnaht“, verschlossen. Aufgrund dieser OP-Technik, sowie unserer langjährigen Erfahrung, erzielen wir auch bei komplexen Eingriffen (wie z.B. Rezidivkrampfadern) hervorragende Resultate.

Bei der Stripping-Methode (falls notwendig) wird in die Stammvene eine Sonde eingeführt mit deren Hilfe man den defekten Venenanteil ganz einfach herausziehen kann – mit hervorragendem medizinischem und kosmetischem Ergebnis, da wir meist die Vene mit dem sogenannten „einstülpenden Stripping-Verfahren“, also ohne größeren Sondenkopf, entfernen. So können größere Blutergüsse und Schmerzen im Zugkanal der Vene nach der Operation vermieden und die Hautschnitte möglichst klein gehalten werden.

Unter der Phlebektomie oder auch „Häkelmethode“ versteht man die operative Entfernung von Seitenästen – dabei wird die Krampfader über winzige Haut-Schnitte mit einem speziellen Häkchen gefasst und herausgezogen; ein weiterer Mikroschnitt ermöglicht einen erneuten Zugang zum Unterhautfettgewebe und die Entfernung des nächsten Venenabschnitts. Auf diese Art können große Venenabschnitte nahezu narbenfrei entfernt werden, denn die Mikroschnitte sind lediglich 1-2 Millimeter groß und heilen schnell und unsichtbar ab. Dieses Verfahren wird vor allem bei kleineren Venen eingesetzt.

Die Operation erfolgt bei uns meist in örtlicher Betäubung mit Tumeszenz-Lokalanästhesie. Moderne Wundverschlusstechniken hinterlassen kaum sichtbare Narben. Der Patient kann und soll direkt nach der Venenoperation wieder laufen. Nach der Venenoperation sollten 4 bis 6 Wochen Kompressionsstrümpfe getragen werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Krampfadern entfernen mit der Radiofrequenztechnik

Die Radiofrequenztechnik (ClosureFast™) ist eine minimal-invasive Alternative zur Stripping-Methode und kann ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei dem Verfahren führt der Arzt unter Ultraschallkontrolle den Katheter durch einen kleinen Hauteinstich, meist am Unterschenkel, in die kranke Vene ein. Der kleine, mit Radiofrequenzenergie betriebene, Katheter überträgt Wärme auf die Venenwand. Durch die Übertragung der Wärmeenergie schrumpft die Venenwand und die Vene wird völlig verschlossen. Sobald die erkrankte Vene verschlossen ist, wird das Blut über gesunde Venen abtransportiert.

Die Einstichstelle wird nach der Behandlung mit einem speziellen Pflaster und Hautkleber verschlossen und mit einem einfachen Verband abgedeckt. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen unterstützt den Heilungsvorgang zusätzlich. In der Regel können bereits 3-5 Tage nach dem Eingriff die Alltagstätigkeiten wieder aufgenommen werden.

Radiofrequenztechnik: die Vorteile auf einen Blick

  • Ambulanter Eingriff
  • Unter örtlicher Betäubung möglich
  • Kaum Risiken und Nebenwirkungen
  • Linderung der Symptome innerhalb von zwei Tagen
  • Schnelle Aufnahme des normalen Alltags
  • Gesicherte Ergebnisse mit positiven Resultaten

Krampfadern entfernen mit dem Klebe-Verfahren - neueste Methode

Das Klebe-Verfahren VenaSeal™ ist ebenfalls eine minimal-invasive Alternative zur Stripping-Methode und wird ambulant ohne örtliche Betäubung durchgeführt. Bei dem äußerst schonenden Verfahren führt der Arzt unter Ultraschallkontrolle den Venaseal-Katheter durch einen kleinen Hauteinstich in die erkrankte Vene ein. Der kleine, mit Kleber gefüllte Katheter, verschließt durch millimetergenaues, kontrolliertes Freisetzen des Klebers die erkrankte Vene vollständig. Anschließend wird der Katheter ganz einfach wieder entfernt und die Öffnung mit einem Pflaster verschlossen. Die erkrankte Vene verschließt sich in der Regel vollständig und der Patient merkt eine sofortige Besserung ohne Wundschmerz oder Gewebereizung. Sobald die erkrankte Vene verschlossen ist, wird das Blut über gesunde Venen abtransportiert.

Klebe-Verfahren: die Vorteile auf einen Blick

  • Ambulanter Eingriff
  • Örtliche Betäubung (minimal)
  • Schnelle Aufnahme des normalen Alltags nach 1-2 Tagen
  • Tragen von Kompressionsstrümpfen nicht nötig
  • Sofortige Wirkung

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Qualität - unsere Zertifikate

Wir sind zertifiziertes Venen Kompetenz-Zentrum

Venen Kompetenz-Zentrum

Das Venen Kompetenz-Zentrum-Zertifikat zum Download:

Venen Kompetenz-Zentrum-Zertifikat (127,6 KiB)

   

Wir sind zertifiziertes Zentrum für VenaSeal

Dr. Edgar Thierjung, Oberarzt, Abteilung für Phlebologie und Venenchirurgie, hat jüngst folgende Zertifikate erhalten.

Zertifiziertes VenaSeal Zentrum AFM

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VenaSeal-Zertifikat (234,2 KiB)

 

Wir sind zertifiziertes Zentrum ClosureFast

Dr. Edgar Thierjung, Oberarzt, Abteilung für Phlebologie und Venenchirurgie, hat jüngst folgendes Zertifikat erhalten.

Zertifiziertes ClosureFast Zentrum AFM

Das ClosureFast-Zertifikat zum Download:

ClosureFast-Zertifikat (156,2 KiB)

   

FAQs - Was Sie schon immer über Krampfadern wissen wollten

DR. MICHAEL HILLE, CHEFARZT FÜR PHLEBOLOGIE UND VENENCHIRURGIE, BEANTWORTET DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN FÜR SIE.

Wann findet die Entlassung aus der Klinik statt?

Eine Entlassung ist prinzipiell nach der Visite und der abschließenden Versorgung durch die Stationspflege möglich. 

Kann ich nach der Entlassung noch auf meinem Zimmer bleiben?

In der Regel ist eine Folgebelegung geplant. Wir bitten Sie daher, nach der Visite und der abschließenden Versorgung das Zimmer zu verlassen. Gerne können Sie bei späterer Abholung noch im Hause verweilen und an
den Mahlzeiten teilnehmen. Ihr Gepäck wird in dieser Zeit sicher am Empfang oder auf Station verstaut.

Wird auch am Wochenende entlassen?

Ja, eine Entlassung findet auch am Wochenende statt.

Ist der Empfang am Wochenende besetzt?

Ja, unser Empfang ist zu folgenden Zeiten für Sie besetzt:
Montag - Donnerstag: 7:15 Uhr - 18:00 Uhr
Freitag: 7:15 Uhr - 16:00 Uhr
Samstag: 8:30 Uhr - 12:30 Uhr
Sonntag: 11:30 Uhr - 15:30 Uhr

Woher bekomme ich Bescheinigungen?

Bescheinigungen, beispielsweise für Ihr Fitnesscenter oder Ihre Krankenkasse, werden Ihnen während des Aufenthaltes in unserer Klinik ausgestellt. Bitte wenden Sie sich dazu an unser Empfangspersonal.

Wann erfolgt der Fadenzug und wer führt diesen durch?

In der Regel erfolgt der Fadenzug zwischen dem 8. und 12. Tag nach der OP. Bitte vereinbaren Sie bei Ihrer Entlassung einen Termin in unserem Hause. 

Wie oft muss ich nach der Operation noch in die Klinik kommen?

Grundsätzlich müssen Sie nur noch für den Fadenzug in die Klinik kommen, die postoperative Betreuung bleibt beim einweisenden Arzt. Des Weiteren ist es jedem Patienten zu empfehlen, sich etwa ein Jahr nach der Krampfaderoperation erneut zu einer Nachuntersuchung vorzustellen.

Reichen Kompressionskniestrümpfe aus? 

80% der Wirkung eines Kompressionsstrumpfs entfalten sich am Unterschenkel und lediglich 20% am Oberschenkel. Es ist daher für den Erfolg der Kompressionstherapie nicht notwendig, das gesamte Bein zu komprimieren. Aus diesem Grund ist ein Kompressionskniestrumpf in den meisten Fällen im Anschluss an die ersten 14 Tage nach der OP ausreichend. Natürlich kann auf Wunsch des Patienten oder beispielsweise bei Rockträgerinnen auch ein Oberschenkelstrumpf getragen werden.

Ist das weitere Tragen der Strümpfe nach den 6 Wochen zu empfehlen?

Ja, z.B. bei stehenden Tätigkeiten, Reisen, zur Prophylaxe etc.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten für medizinische Kompressionsstrümpfe?

Je nach Indikation, übernehmen die Krankenkassen pro Kalenderjahr die Kosten von bis zu zwei Paaren medizinischer Kompressionsstrümpfe. Weitere Verordnungen sind unter Umständen von der Krankenkasse
genehmigungsfähig. Natürlich können Sie weitere Strümpfe auf eigene Kosten kaufen.

Wann darf ich wieder duschen? 

Das Duschen ist aus medizinischer Sicht erst nach dem Entfernen der Fäden und nach abgeschlossener Wundheilung ratsam.

Wann kann ich wieder arbeiten? 

Das hängt von Ihrem Beruf ab. Die meisten Patienten können nach einer Woche wieder arbeiten, sofern es sich nicht um eine schwere körperliche Tätigkeit handelt. Bei körperlich anstrengenden oder überwiegend stehenden Tätigkeiten dauert es meist zwei Wochen bis zum erneuten Arbeitsbeginn.

Welche Sportarten sind bei Krampfadern besonders günstig bzw. ungünstig? 

Regelmäßige Bewegung ist auf jeden Fall sinnvoll. Sportarten wie Schwimmen, Jogging, Venenwalking, Spaziergänge und Radfahren sind gut für die Venen. Kraftsportarten und Sportarten, bei denen die Beanspruchung abrupt und kurzfristig ist - wie z.B. bei Tennis oder Squash - sind eher ungünstig.

Wann darf ich wieder schwer heben?

Die ersten 14 Tage sollten Sie sich zurückhalten. Die Gefahr, dass die Naht wieder platzen kann, wie beispielsweise nach einer Operation des Leistenbruchs, ist allerdings nicht gegeben.

Wann darf ich wieder ins Solarium oder ein Sonnenbad nehmen?

Mit dem Solariumbesuch sollten Sie mindestens 6-8 Wochen warten. Auch direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie in diesem Zeitraum vermeiden. Es ist ratsam, die Beine abzudecken.

Können Krampfadern wiederkommen? 

Eine Operation ist keine Garantie für ein krampfaderfreies Leben. Es bestehen jedoch gute Chancen, dauerhaft keine neuen Krampfadern zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus einer operierten Leiste wieder Krampfadern bilden (Rezidivvarikosis), liegt bei unter 10%. 

Können Krampfadern auch im Sommer operiert werden?

Uneingeschränkt ja! Weder aus medizinischer noch aus ästhetisch-kosmetischer Sicht gibt es Gründe, die dagegen sprechen. Die Abheilungsphase ist kurz, schon nach wenigen Wochen sind Sie wieder fit.