Thrombose: Krankheitsbild und Behandlungsmöglichkeiten

Krankheitsbild

Bei der tiefen Beinvenenthrombose oder Phlebothrombose kommt es zur Bildung eines Blutgerinnsels (=Thrombus) in einer tief gelegenen Bein- oder Beckenvene. Diese kann das Gefäß teilweise oder vollständig verschließen. Als mögliche Komplikationen kann sich eine Lungenembolie (Verschluss einer Lungenarterie durch Einschwemmung eines Thrombus) oder ein postthrombotisches Syndrom (Beinschwellung, Geschwürbildung) entwickeln.

Mögliche Ursachen für eine tiefe Beinvenenthrombose sind Verletzungen in der Gefäßwand und eine langsame Blutströmung in den Gefäßen. Dies kann zum Beispiel durch zu wenig Bewegung (wie z.B. auch bei Gipsverband, Bettlägerigkeit) oder Tumorerkrankungen hervorgerufen werden. Ein erhöhtes Risiko dafür besteht insbesondere nach Operationen, vor allem bei orthopädischen Operationen, in der Schwangerschaft (insbesondere Wochenbett) oder bei Störungen, die mit einer gesteigerten Blutgerinnungsneigung einhergehen. Ebenfalls als begünstigende Faktoren gelten die Einnahme von Hormonen (z. B. die Pille), eine ererbte Veranlagung, Rauchen oder auch zu viel Übergewicht.

Behandlung

Auf konservativem Weg wird die tiefe Beinvenenthrombose mit gerinnungshemmenden (blutverdünnenden) Medikamenten behandelt (z. B. Heparin). Um den Thrombus aufzulösen und eine Lungenembolie zu verhindern, ist diese Therapie extrem wichtig. Ergänzend werden eine Kompressionstherapie und Bewegung angewendet.
Im Anschluss daran muss über mehrere Monate eine Therapie zur Blutgerinnungshemmung mit Medikamenten fortgeführt werden, zum Beispiel mit Marcumar®.
Oftmals ist auch eine lebenslängliche Kompressionsbehandlung erforderlich.

Reicht die Thrombose über die Leistenregion hinaus ins Becken, kann eine operative Therapie sinnvoll sein. Dabei werden über einen kurzen Leistenschnitt die tiefe Vene freigelegt und mit einem Ballonkatheter die Gerinnsel geborgen.
Sollte sich als Ursache eine Engstelle der Beckenvene zeigen, kann diese in gleicher Sitzung mittels Ballonaufdehnung und Stentanlage (Gefäßstütze aus feinem Draht) beseitigt werden.

 

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