Unsere Anästhesieverfahren

Die anästhesiologische Abteilung der Artemed Fachklinik München bietet Ihnen alle unterschiedlichen modernen Narkoseverfahren an. Niemand muss bei einem operativen Eingriff Schmerzen haben – weder während des Eingriffs noch danach.

Um Schmerzen auszuschalten und allen Patienten den Eingriff so sicher und komfortabel wie möglich zu machen, werden in unserem Hause unterschiedliche Narkoseverfahren eingesetzt. Hierbei gehen wir sehr gerne auf Ihre individuellen Wünsche ein. Welche Form der Narkose für Sie bei einem Eingriff am besten ist, hängt darüber hinaus nicht nur von der Art und dem Umfang des Eingriffs, sondern auch vom individuellen Gesundheitszustand des Patienten ab.

Der Standard aller Anästhesien wird von der Deklaration von Helsinki zur Patientensicherheit in der Anästhesie getragen.

Auswahl der unterschiedlichen Narkoseverfahren

Die Empfehlung, ob die notwendige Operation ausschließlich in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie), in Vollnarkose oder in einem schmerzfreien Dämmerschlaf erfolgen kann, trifft unser interdisziplinäres Fachärzte-Team individuell und nach einem ausführlichen Gespräch mit jedem Patienten. Je nach Befund, d.h. je nach Erkrankung, die operiert werden soll, eventuell bestehenden Vorerkrankungen und der zu erwartenden Operationsdauer wird in der Voruntersuchung das optimale Anästhesieverfahren gewählt und mit Ihnen ausführlich besprochen.

Mögliche Narkoseverfahren:

  1. Lokalanästhesie: Hier wird ein Hautareal oder Körperteil durch das Einspritzen von örtlicher Betäubungsmitteln schmerzfrei gemacht, so dass die Operation dann beim komplett wachen Patienten schmerzfrei erfolgen kann.
    Beispiel: Entfernen eines kleinen Hauttumors
  2. Tumeszenzlokalanästhesie (TLA): Hierbei wird in alle Bereiche, in denen operiert werden soll, ein örtliches Betäubungsmittel sowie einem Mittel zur Blutstillung injiziert. Durch diese Methode wird auch eine lang anhaltende Schmerzfreiheit nach der Operation erzielt. Auf Ihren Wunsch oder bei längeren Eingriffen kann diese Narkoseform mit einer leichten Sedierung oder einer leichten Analgosedierung durch den Operateur kombiniert werden.
    Beispiel: Entfernen von Krampfadern am Unterschenkel
  3. Tiefe Analgosedierung durch den Anästhesisten: Bei einer tiefen Analgosedierung befinden Sie sich in einem schmerzfreien Dämmerschlaf, der ebenfalls mit einer TLA kombiniert ist. Hierbei werden die Vitalfunktionen wie bei einer Vollnarkose durch einen Facharzt für Anästhesie überwacht und bei Bedarf korrigierend behandelt.
    Beispiel: Entfernung einer Kniekehlenvene
  4. Allgemeinanästhesie - Vollnarkose: Hierbei wird durch stark wirksame und sehr gut steuerbare Medikamente Ihr Bewusstsein und Schmerzempfinden im gesamten Körper ausgeschaltet. Nebenwirkungen wie Übelkeit oder sehr langes Nachschlafen sind sehr selten. In Vollnarkose ist zusätzlich eine Unterstützung und Sicherung Ihrer Atmung notwendig. Die Beatmung erfolgt hier in der Regel mit Hilfe einer sogenannten weichen Kehlkopfmaske (Larynxmaske), ein sehr sicheres und gleichzeitig sehr schonendes Verfahren zur Sicherung der Atemwege. Bei entsprechender Indikation führen wir auch Intubationsnarkosen, d.h. mit dem Einführen eines Beatmungsschlauches durch. Sie befinden sich während der gesamten Narkose in einem tiefen schlafähnlichen und schmerzfreien Zustand.
    Beispiel: langstreckige Venenentfernung an Ober- und Unterschenkel

Informationen zum Ablauf: 

  1. Prämedikationssprechstunde: In unserer Sprechstunde zur OP-Vorbereitung führen wir mit Ihnen ein ausführliches Vorgespräch und klären Sie über das bei Ihnen angewendete Narkoseverfahren auf. Hierbei ist es für uns wichtig, dass Sie uns wichtige Unterlagen zu Ihrer bisherigen Krankheitsgeschichte, früheren Narkosen oder anderen, ggf. bestehenden Begleiterkrankungen mitbringen, damit wir die Narkose bei Ihnen sicher planen können. Unter Berücksichtigung der chirurgischen Vorgaben, Ihres individuellen Gesundheitszustandes, eventuell bestehender Begleiterkrankungen oder der für Sie notwendigen Medikamente besprechen wir mit Ihnen das für Sie optimale Anästhesieverfahren und gehen selbstverständlich soweit möglich auf Ihre Wünsche ein. Gerne beantworten wir alle Ihre Fragen.
  2. OP-Saal: Während der gesamten Operation und Narkose werden Ihre Herz-Kreislaufparameter wie Blutdruck, EKG, Herzfrequenz und Sauerstoffkonzentration kontinuierlich und engmaschig durch unsere Fachärzte für Anästhesie im OP-Saal überwacht und bei Bedarf entsprechend kompetent korrigierend behandelt.
  3. Aufwachraum: Nach Beendigung der Operation und Ausleiten aus der Narkose werden Sie in unserem Aufwachraum durchgehend von Fachpersonal überwacht. Mögliche Beschwerden nach der Operation können wir so zeitnah und wirksam behandeln. Hier greift auch unser postoperatives Schmerzkonzept, um Ihnen eine größtmögliche Schmerzfreiheit zu garantieren. Sobald Sie – wie in den meisten Fällen – beschwerdefrei und stabil sind, werden Sie wieder auf Ihre Station verlegt.
  4. Station: Während Ihres gesamten Aufenthalts stehen wir Ihnen als Anästhesieteam sehr gerne zusätzlich zu unseren chirurgischen und dermatologischen Kollegen bei allen Fragen rund um Ihre Narkose zur Verfügung. Bei spezifischen Fragen oder Problemen in Zusammenhang mit Ihrer Narkose können Sie gerne über den Stationsarzt mit uns Kontakt aufnehmen.