Orthopädie - Schulterchirurgie
Moderne SchulterchirurgieDie Orthopädie, Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie des Benedictus Krankenhaus Tutzing ist auf die moderne, minimalinvasive und offene Schulterchirurgie bis hin zum künstliche Gelenkersatz spezialisiert.
Die standardisierte Diagnostik und Behandlung von Schulterbeschwerden hat in den letzten Jahren entscheidende Fortschritte gemacht. Vordergründig gleichartige Beschwerden können in Wirklichkeit sehr unterschiedliche Ursachen haben. Aufgrund der anspruchsvoller gewordenen sportlichen Tätigkeit vieler Patienten sowie ihrer gesteigerten Aktivität im Alter müssen Ursachen und Auslöser erkannt und entsprechend behandelt werden. Behandlungsziel ist nicht nur die schmerzfreie, sondern auch die funktionierende Schulter.
Das aus mehreren Einzelgelenken und Gleitschichten aufgebaute Schultergelenk verbindet den Arm mit dem Rumpf. Weil es durch lockere Bänder und einem kräftigen Muskelmantel geführt wird, ist es sehr beweglich, aber wesentlich instabiler als das Hüft- oder Kniegelenk. Es verwundert daher nicht, dass viele Erkrankungen der Schulter die Weichteile betreffen. Beschwerden gehen meist von der sog. Rotatorenmanschette aus, einer Muskelgruppe, die den Schulterkopf führt und von drei Seiten umhüllt. An dieser Sehnenhaube oder dem darüber liegenden Schleimbeutel kann es zu einer Reizung, Entzündung oder häufig schmerzhaften Kalkeinlagerungen kommen; selbst Teileinrisse bis zu Defektbildungen sind möglich. Nicht selten kann eine Schulter nach einer Bagatellverletzung oder sogar ohne äußere Ursachen schmerzhaft einsteifen. Die lästigen, den Schlaf raubenden Nachtschmerzen sind für die Erkrankungen der Schulterweichteile typisch. Auch Verletzungen nach Arbeits- oder Freizeitunfällen können häufig zu Schulterbeschwerden führen.
Viele dieser Beschwerden werden nach exakter Einordnung ihrer Ursache immer noch konservativ, also ohne Operation, behandelt. Bei den operativen Verfahren ist ein steter Wandel von offenen Operationen hin zu minimalinvasiven Techniken eingetreten, die mit Hilfe einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) erfolgen. Dies hat viele Vorteile: Neben der sehr differenzierten Diagnosestellung und exakt darauf abgestimmter Therapie ist der Eingriff weniger belastend für den Patienten und ermöglicht oft eine schnellere Rehabilitation.
Oft ist eine Operation nur dann nötig, wenn konservative Verfahren nicht helfen. Nur sehr selten muss ein künstliches Schultergelenk implantiert werden. Die Wahl einer Schultertotalendoprothese (Kopf- und Pfannenersatz) oder einer Teilendoprothese (nur Kopfersatz) ist in hohem Maße vom Ausgangsbefund des erkrankten Schultergelenkes abhängig. Mit der Implantation einer Schultergelenksprothese kann der Schmerz mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% gebessert und eine Zunahme der Beweglichkeit erzielt werden. Der erfahrene Schulterchirurg kann heutzutage mit dem ihm zur Verfügung stehenden Prothesenrepertoire jeden Patienten individuell versorgen. Relativ neu ist die in wachsender Zahl eingebaute umgekehrte Schulterendoprothese, die selbst noch bei vollständig zerstörtem Schultergelenk ein weitgehend wieder gebrauchsfähiges Schultergelenk ermöglicht. Für den Erfolg einer Operation bedarf es einer frühfunktionellen, intensiven Krankengymnastik als Nachbehandlung, zu der auch Übungsprogramme für zu Hause gehören.
Leistungsspektrum Schulter
Arthroskopische Operationen:
- Naht der Sehnenhaube (Rotatorenmanschette)
- Erkrankungen und Verletzungen der langen Bizepssehne
- Beseitigung eines Engaß-Syndroms
- "navigierte" Kalkausräumung
- Stabilisierung bei Schulterinstabilität
- Laser-analoge elektrothermische Kapselraffung
- Frühbehandlung von Knorpelschäden (Arthrose)
- Gelenkmobilisation bei Schultersteife
- Künstlicher Gelenkersatz der Schulter
- Wechseloperationen nach Gelenkersatz
- Frakturversorgung des Schultergürtels (z.T. arthroskopisch assistiert)
- Minimalinvasive Stabilisierung bei Schultereckgelenkssprengung
- Rekonstruktion bei Stenoklavikulargelenksluxation
Leistungsspektrum Ellenbogen
Arthroskopische Operationen:
- Operative Therapie Tennis- bzw. Golferellenbogen
- Operative Therapie der Ellenbogensteife
- Operative Therapie der Ellenbogeninstabilität
- Operative Therapie der Ellenbogenarthrose
- Künstlicher Gelenkersatz des Ellenbogen
- Wechseloperationen nach Gelenkersatz
- Frakturversorgung (z.T. arthroskopisch assistiert)
Kontakt
Dr. med. Martin Huber-Stentrup
Chefarzt Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie
Sekretariat:
Frau Birgit Hirthammer
Tel.: 08158-23-102
Fax: 08158-23-127
m.huber-stentrup@krankenhaus-tutzing.de